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Ist eine Chiropraktik-Behandlung gefährlich?

Eine gefährlichen Behandlungen würde den ethischen Grundsätzen widersprechen. Grundsätzlich kann j e d e Behandlung mit einem Risiko behaftet sein, sei es bei Chiropraktik, bei Neuraltherapie oder Akupunktur und anderen Methoden. ( Auch eine Aspirintablette k a n n Magenbluten verursachen.) Bei der S.O.T. -Technik ist das Risiko einer chiropraktischen Behandlung auf ein Mindestmaß reduziert, da in der Regel keine forcierten Manipulationen erforderlich sind. S.O.T.- Therapeuten arbeiten grundsätzlich unter Kontrolle von Röntgenaufnahmen, die helfen sollen, ein mögliches Risiko aufzudecken. In der Chiropraktik ist, wie in anderen Bereichen der Medizin, das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu klären. Eine „Aspirin“-Tablette kann sehr hilfreich sein, aber eben auch das Risiko einschließen, Magenblutungen o.a. zu fördern. Darum unterscheidet man risikoarme und risikobehaftete Methoden bei den Behandlungen. Die meisten meiner USA-Chiromethoden sind als risikoarm einzustufen. Sie sind sanft zum Körper des Patienten - sogenannte „Knacker-Griffe“ gibt es dabei nicht. Die oft aus Desinformation bestehenden Vorurteile (z.T. auch noch bei Krankenkassen), dass man nur dreimal chiropraktisch behandeln dürfe, sind noch Überbleibsel aus der „Knochenbrecher-Zeit“. 20 - 50 Behandlungen bei schwierigen / chronischen Beschwerden sind keine Seltenheit.

Zusatz: URTEIL DES OLG Düsseldorf (vom 8.7.93 302/91) Über eventuelle Gefahren chiropraktischer Maßnahmen ist aufzuklären. In diesem Urteil wird verlangt, dass der Patient über das Risiko aufgeklärt werden muss, dass es in seltenen Fällen, trotz korrekter Durchführung der Manipulation an der Halswirbelsäule, zu dauerhaften Durchblutungsstörungen des Kopfes kommen kann. Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart ( vom 20.2. 1997 - 14 U 44/96) Ein Heilbehandler (Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut) darf sich vor chirotherapeutischen Eingriffen nicht auf den Hinweis beschränken, dass es im Anschluss an die Behandlung auch zu einer Verschlechterung der Beschwerden kommen könne. Vielmehr ist ein durch einen Bandscheibenvorfall vorgeschädigter Patient darüber in Kenntnis zu setzen, dass es auch bei fehlerfreier Durchführung beim Eingriff zu einer Verlagerung von Bandscheibengewebe und in der Folge zu einer spinalen Wurzelkompression kommen kann. Dieser Hinweis ist zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten dringend geboten, wenn ein Erfolg durch die Chirotherapie ungewiss ist, dem Heilbehandler bekannt ist, dass es dem Patienten darauf ankommt, eine Bandscheibenoperation zu vermeiden.